Bei hohem Körperfettanteil spricht man von Übergewicht. Fettansammlungen an Oberschenkeln, Hüften und Po werden vom Körper meistens relativ gut verkraftet. Es sollte jedoch ein Warnsignal sein, wenn nur der Bauchumfang zunimmt. Rund um die inneren Organe hat sich dann Fettabgelagert. Das innere Bauchfett hat gegenüber dem Fett an Oberschenkeln, Po und Hüften eine andere Zusammensetzung. Das innere Bauchfett produziert besonders viele Fettsäuren, die in der Leber in andere Fette umgebaut werden. Zahlreiche Krankheiten wie z.B. Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen können die Folge sein. Über 7-8 kg Bauchfettdepot können auf Dauer krankmachend sein. Ein aussagekräftiger Wert für eine erhöhte Diabetes und Gefäßerkrankung liegt bei Männern ab ca. 102 cm und bei Frauen ab ca. 90 cam. Da nur Fett aus dem Unterhautfettgewebe und kein inneres Bauchfett abgesaugt werden kann, wäre eine Fettabsaugung bei einem größeren Bauchumfang vermutlich der falsche Lösungsansatz.

Ziel eines solchen Eingriffes ist, durch Absaugung lokaler Fettpolster eine Angleichung der Körperkonturen an umliegende Körperstrukturen zu erreichen. Man darf nicht vergessen, dass das Fett nur an der Oberfläche abgesaugt werden kann; die großen Fettmengen liegen aber in der Tiefe. Zur allgemeinen Gewichtsreduktion ist die Methode deshalb ungeeignet. Eine wichtige Rolle für ein zufriedenstellendes Resultat spielt zudem die Hautelastizität. Nach dem Eingriff muss sich die nunmehr überschüssige Haut wieder zurückbilden. Bei ungenügender Hautelastizität ist diese Rückbildung nur mit einer zusätzlichen Hautstraffung möglich, welche allerdings mit einer Narbenbildung einhergeht. Aus diesem Grund wird die Fettabsaugung prinzipiell auch nur dann empfohlen, wenn die Hautelastizität gut ist und man davon ausgehen kann, dass sich die überschüssige Haut auf natürliche Weise wieder zurückbildet.